8/2020 SpVgg Steinkirchen e.V. erwägt Neubau eines Vereins- und Sportheimes

Liebe Mitglieder und Freunde der SpVgg Steinkirchen!

Ich darf Euch in Kenntnis setzen, dass wir den Neubau eines Vereinheimes planen.

Als erstes möchte ich darüber informieren, dass der Vorstand mit dem Team der Abteilungsleiter und den Beisitzern diese Option aufbereitet, und sofern für den Verein machbar, bei einer dafür einberufenen Mitgliederversammlung, dieser diesen Antrag vorstellt.
Die letztendliche Entscheidung liegt ausschließlich bei den Mitgliedern mit Ihrer Versammlung. Die dafür im Vorfeld auflaufenden Kosten sind sehr überschaubar und bewegen sich für den Verein vorläufig im 3-stelligen Bereich.

In diesem Zusammenhang muss ich natürlich weiter ausholen. Grundsätzlich würde eine Neuerrichtung eines Vereinsheimes den finanziellen Rahmen für die SpVgg sprengen. Bisher stand uns die Vereinsgaststätte des "Sammer Wirtes" zur Verfügung.
Die Gaststätte ist seit geraumer Zeit nicht mehr verpachtet und der Zugriff auf die Räumlichkeiten, die uns noch zur Verfügung stehen, kurz- und mittelfristig jedoch nicht gesichert.
Wir denken, dass ein Vereinsheim, eine Unterkunft der Sportler und Mitglieder für die SpVgg essentiell zur Fortführung des Vereines ist.

Wie ihr vielleicht aus der Presse/Blickpunkt erfahren habt, möchte ich persönlich, zusammen mit meinem Geschäftspartner, am Standort der ehemaligen Sparkassenfiliale in Steinkirchen ein Mehrfamilienhaus errichten. Dieses Objekt haben wir vor Jahren erworben. Das bisherige Gebäude ist in Holzbauweise modular errichtet.
Das bedeutet, man muss es nicht abreißen, sondern es besteht die Möglichkeit es ab- und wieder neu aufzubauen. Hinsichtlich der Nachhaltigkeit außergewöhnlich. Mein Geschäftspartner und ich würden der SpVgg dieses Gebäude kostenfrei zur Verfügung stellen. Die Gebäudeumsetzung müsste aber von der SpVgg Steinkirchen getragen werden. Hierzu haben wir bereits die ehemalige Baufirma kontaktiert und die hier genannten Kosten erlauben der SpVgg diese Idee intensiv weiterzuverfolgen. Natürlich bedarf es für die SpVgg weitere Baumaßnahmen, wie Bodenplatte, Ersatz von nicht wieder verwendbare Baumaterialien (Isolierung, ggf. Dachziegel, Lattung etc.) oder auch den Innenausbau, wie Heizung, Sanitäranlagen, Küche etc. Die Summe der überschlagenen Kosten sind jedoch nur ein geringer Anteil eines Neubaus.
Persönlich darf ich hier anmerken, dass mein Partner und ich keinen Vorteil an der Umsetzung des Gebäude haben. Ganz im Gegenteil, sollte das Vorhaben nicht zustande kommen, werden wir das Gesamtgebäude oder nur Teile, wie den Dachstuhl und ähnliches wieder einer neuen Verwendung zuführen. Die Zuwendung, bzw. die Ersparnis für den Verein sollte von signifinaknter Bedeutung sein.

Unter Berücksichtigung von Zuschüssen von Verbänden, Land und Kommune und auch der Annahme, dass wir zahlreiche aktive praktische Unterstützung aus den eigenen Reihen bekommen, sollte es für den Verein ohne signifikante Neuverschuldung möglich sein das Gebäude zu errichten. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass die SpVgg alle Langzeitdarlehen zur Errichtung der Umkleiden und der Sportanlagen letztes Jahr vorzeitig komplett im Rahmen einer Sondertilgung erledigt sind, obwohl wir größere Anschaffungen wie die Flutlichtanlage zu stemmen hatten.Der Verein stellt sich also im Moment schuldenfrei dar.

Das nächste Problem das es zu klären gilt, ist der der Standort und die dazu nötige Baugenehmigung. In der Planung ist die Fläche neben der Umkleide, dort wo im Moment der Gastank steht. Hierzu wurde eine Bauvoranfrage bei der Gemeinde, verbunden mit der Genehmigung beim Landratsamt eingereicht. Dies wird sicher in der Presse erwähnt werden. Daher auch unser Interesse vorab unsere Mitglieder entsprechend zu informieren. Hier arbeiten wir an einer Genehmigung, die wir dann den Mitgliedern, mit allen Zahlen, zur Entscheidung vorlegen können.

Abschliessend, glaube ich, dass diese Option für den Verein eine einzigartige Möglichkeit gibt. Letztendlich steht und fallen alle weitere Überlegungen an der Genehmigung zur Bauvoranfrage.

Christian Kleinheinz
1. Vorstand

 

 

 


Oktober 2016 - Nachtrag

Das Steinkirchener Gasthaus Sammer, Stammlokal vieler Steinkirchener und deren Vereine ist wieder eröffnet. Rechtzeitig zu den Vereinsfeierlichkeiten im Herbst und den Weihnachtsfeiern konnten neue Pächter gefunden werden. Unter der Leitung von Florentina-Ancuta Bodin und Güven Önder wird das Lokal im bisherigen Sinne weitergeführt. Seine Wurzeln sind in der Türkei, geboren ist er in Württemberg. Die Räumlichkeiten im Erdgeschoß (Gast- und Nebenzimmer) sowie im Obergeschoß der Saal eignet sich neben den Vereinsveranstaltungen auch für Privatfeiern. Die Pächter haben bereits Erfahrung in der Gastronomie. Seit 90 Jahren liefert die Fa. Müllerbräu nach Steinkirchen. Mittlerweile zählt das Gasthaus Sammer zu den ältesten Kunden im südlichen Landkreis. Vorher wurde das Bier von der Nachbarsbrauerei in Jetzendorf bezogen.

Erbaut wurde das Gasthaus 1885 vom Vater von Georg Lanagenegger. Unter der Ära Langenegger wurden in Steinkirchen die Feuerwehr 1896, der Schützenverein 1906 und der katholische Burschenverein 1932 gegründet. Nach dem Krieg ging das Wirtshaus in den Besitz der Familie Sammer über, seit 1984 ist es verpachtet. Fast 40 Jahre war Magdalena Sammer (sie ist im April 2001 verstorben) Vereinswirtin und Herbergsmutter der Steinkirchener Vereine, ihre Kochkünste waren über die Grenzen des Dorfes hinaus bekannt.