Jahreshauptversammlung 2011

Keine Hürden für den Baseball-Platz SpVgg Steinkirchen wählt Vereinsführung wieder

Das Vertrauen der Mitglieder in der Führung der SpVgg Steinkirchen scheint groß zu sein. Bei der Neuwahl gab es weder Gegenkandidaten noch Gegenstimmen – und so wurde das bisherige Team unverändert in seine Ämter gehoben.

Wahlleiter Thomas Neufeld hatte keine Mühe damit, für die kommenden zwei Jahre den Vorsitzenden Reiner Thielsch, seinen Stellvertreter Lorenz Dick junior, Kassier Stefan Finkenzeller und Schriftführer Anton Lönner in ihren Ämtern bestätigen zu lassen. Ebenso gehören die bisherigen Beisitzer Gerhard Frank, Thomas Gürtner, David Hörmann und Hans Thurner weiter dem Vorstand an. Kassenprüfer bleiben auch weiterhin Heinz Meinzer und Eduard Schmid.

Zu Beginn der Versammlung wurde des im vergangenen Jahr verstorbenen Gründungsmitglieds und aktiven Spielers Hermann Mahl gedacht. Reiner Thielsch ging in seinem Bericht auf die Arbeit des Vereinsausschusses sowie auf die Teilnahmen am Ferienprogramm und am Christkindlmarkt ein. Der Vereinsausschuss habe sich im vergangenen Jahr sieben Mal getroffen. „Bei der Sportlerehrung waren wir mit zwei Fußballmannschaften (Senioren und Reserve), den C-Junioren im Damenfußball und den Tennissenioren vertreten, die alle den Aufstieg schafften“, sagte Thielsch. Ferner sei der Verein in die Planung der Ilmtalhalle mit einbezogen worden. Von der Photovoltaikanlage wurden im vergangenen Jahr 23 000 Kilowattstunden Strom produziert. Er dankte dem bisherigen Webmaster Andreas Thurnhuber, der auf seiner Homepage 11 000 Klicks verzeichnen konnte. Neuer Webmaster ist Christian Kleinheinz. Ebenfalls verabschiedet wurde Walter Neufeld, der langjährige „Nikolaus“ der Spielvereinigung. Die Planung des Baseballfeldes schreitet voran. Die geforderten Gutachten liegen vor, die Zuschusszusagen des BLSV ebenfalls. Ein allgemeiner Dank des Vorsitzenden galt auch den Abteilungsleitern und den Mitarbeitern im Vorstand.

Bei den Berichten aus den Abteilungen zeigte sich, dass der Verein für seine knapp 700 Mitglieder ein breit gefächertes Angebot bereit hält und auch das gesellschaftliche Leben nicht zu kurz kommt. Beide Fußballteams schafften den Aufstieg, die Erste Mannschaft unter Spielertrainer Tobias Mayer sogar ohne Punktverlust. Alfred Fankhauser, Robert Scherrer und Norbert Thurner konnten die Schiedsrichterprüfung mit Erfolg ablegen. Im Jugendbereich sind 33 Jugendliche von der A- bis zur F-Jugend teilweise in Spielgemeinschaft mit Jetzendorf aktiv. Hier beklagte Jugendleiter Siegfried Fuß die mangelnde Bereitschaft an Betreuern. Im Damenbereich sind derzeit 60 Spielerinnen in drei Mannschaften im Spielbetrieb. Das U 15-Mädchenteam ist diesjähriger Dachauer Hallenmeister. Besonders dankend hob Albteilungsleiter Josef Lechner die gute Zusammenarbeit im Jugendbereich im Verein hervor.

In der AH stehen nur Freundschaftsspiele und die Teilnahme an Pokalturnieren auf dem Programm und die Stockschützen beschränken sich auf Freundschaftsturniere und Vereinsmeisterschaft. Wie Abteilungsleiter Robert Rabl berichtete, wurden im vergangenen Herbst die beiden Bahnen mit Betonpflastersteinen erneuert. Dafür wurden 400 Arbeits- und 15 Traktorstunden aufgebracht. Über das Geschehen in der Baseballabteilung berichtete Robert Rabl. Derzeit sind 55 Schüler und Jugendliche im Einsatz. Das vielseitige Angebot in der Turnabteilung, der zweitstärksten Sparte im Verein, wird sehr gut angenommen. Abteilungsleiterin Rosi Oellrich hat in Oberhaching den Übungsleiterschein B erworben.

Aus der Tennisabteilung nehmen drei Mannschaften am Punktspielbetrieb teil und bei den Skisportlern sorgen 14 Übungsleiter für einen reibungslosen Ablauf. Aus der Theaterabteilung lobte Peter Aschberger das Engagement von Walter Neufeld als Regisseur und Bühnengestalter.

Bürgermeister Reinhard Heinrich freute sich in seinem Grußwort über das rege Vereinsleben des größten Vereins in der Gemeinde und über die gute Führung der Spielvereinigung, die finanziell sehr gut dastehe. Dem Vorstand sprach er ein großes Kompliment für die hervorragende Vereinsführung aus. Die Gemeinde habe im vorigen Jahr durch die erhöhte Sportförderung 18 000 Euro für Vereine ausgegeben, darunter 34 000 Euro an Betriebszuschüssen und 47 000 Euro indirekte Zuschüsse.

Als Beispiel dafür nannte der Gemeindechef u.a. das Sportplatzmähen. Was den Bau des Baseplatz-Feldes betrifft, so lobte er Robert Rabl als Wegbereiter, der mit viel Engagement unzählige Verhandlungen und Gespräche geführt und dafür viel Freizeit geopfert habe. „Wenn die geforderten Ausgleichsflächen gesichert sind, kann der Bauantrag beim Landratsamt zur Genehmigung eingereicht werden“, sagte Heinrich.

Als Ärgernis bezeichnete der Bürgermeister den „Widerspruch“ der Nachbarn zum Bau der Ilmtalhalle in Reichertshausen, einem der größten Bauprojekte in der Gemeindegeschichte. In einem Arbeitskreis, in den die Vereine mit einbezogen waren, wurde nach deren Vorstellungen ein Plan erarbeitet – und obwohl dieser auch mit den Nachbarn in einem Gespräch abgeklärt war, wurde jetzt Widerspruch laut.

 


Ehrungen bei der Jahreshauptversammlung

Im Rahmen der Hauptversammlung der SpVgg Steinkirchen wurden für langjährige Vereinszugehörigkeit für 25 Jahre Mitgliedschaft Thomas Gürtner, Irene Moll, Claus und Elke Tiedemann mit einer Urkunde und Nadel geehrt.

Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Johann Langenegger, Siegfried Neufeld und Georg Scherrer (Steinkirchen) ausgezeichnet. Für 50-jährige Vereinszugehörigkeit wurden Franz Xaver Deisenbeck und Georg Scherrer (Langwaid) geehrt. Beide waren aktive Spieler und maßgeblich am Ersten Aufstieg 1963 beteiligt. Deisenbeck war auch lange Jahre 1. und 2. Vorsitzender sowie Schiedsrichter. Aufgrund seiner Verdienste um den Verein wurde er 1990 zum Ehrenmitglied ernannt.

 


"Nikolaus" und Webmaster verabschiedet

Die Jahreshauptversammlung bildete auch den Rahmen für die Verabschiedung von zwei Personen, die in den letzten Jahren viele ehrenamtliche Stunden für die SpVgg geopfert haben.

Zum einen war es Walter Neufeld. Er verkörperte in unnachahmlicher Art den Nikolaus und hatte im Jahr nur einen Auftritt, nämlich bei der Weihnachtsfeier. Hier nahm er sich kein Blatt vor dem Mund und las der Mannschaft und auch den Funktionären von der Vorstandschaft kräftig die Leviten. Mit seinen oft hintergründigen Reimen brachte er die Betroffenen oft auch mehr als zum Schmunzeln. Nun hat er sein berühmtes Buch zugeschlagen. Eine Beruhigung für den Verein ist es, dass er der Theaterabteilung als Regisseur und Bühnenbauer erhalten bleibt.

Weiter verabschiedet wurde noch Andreas Thurnhuber. Er arbeitete fünf Jahre als Webmaster des Vereins. Seine Tätigkeit war immer im Hintergrund und doch wurde durch sein Engagement die SpVgg in ihrer Vielseitigkeit der Öffentlichkeit präsentiert. Er war es auch, der durch sein Fachwissen den Weg ins Internet vorbereitete. Beide wurden mit einem großen Dank, einem Geschenkkorb und viel Applaus der Mitglieder verabschiedet.